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Warum du als intensiv wahrnehmender Mensch kein Opfer bist …und was du tun kannst, damit das so bleibt.

Photo by David Morris on Unsplash

von Autor

Diesen Artikel habe ich 2017 bereits einmal unter meinem allerersten Blog veröffentlicht. Mit dessen Inhalt stach ich in ein Wespennest, traf den Puls der Zeit.
Nun habe ich ihn aus den Tiefen meines PC's vervorgeholt und für dich überarbeitet. Titel und Inhalt angepasst an die aktuelle Zeitqualität sowie an die Erfahrungen, die ich im Laufe der vergangenen fünf Jahre zur Thematik gesammelt habe.

Als ich für mich herausfand, dass ich selbst Empathin bin, graste ich direkt das Internet nach möglichst vielen Informationen ab. Meine Neugier trieb mich dazu. Doch wenn ich ehrlich bin, war besonders mein Forschergeist geweckt. Dieser sucht nämlich gerne Informationen, um dem Verstand bei seinem Einordnungsversuch zu unterstützen. Damit er leise werden kann und meine Seele wieder Raum für ihr Wachstum erhält. Dieses Verfahren oder Phänomen nennt sich Psychoedukation und wenn du mich schon etwas länger liest, weißt du welch großer Fan ich davon bin.

Meine Beratungserfahrung der vergangenen Jahre zeigt mir, wie riesig das Tor ist, welches durch Psychoedukation, also dem Verstehen und Einsortieren des eigenen Verhaltens, geöffnet wird. Gerade ganz am Anfang deines Weges ist es von besonderer Bedeutung und schafft die Grundlage für Entspannung, öffnet in dir den Raum der Seelenruhe. Denn in Wahrheit bist du nicht irre mit deinen, in so mancher Situation, spannenden Verhaltensweisen, sondern es ist das völlig normale Verhalten auf unnormale Dinge, die dir im Laufe deines Lebens widerfahren sind.

Psychoedukation ist also wesentlicher Grundpfeiler zur Stabilisierung. Vor allem jedoch zur Stabilisierung innerhalb des Traumafeldes. Hast du dieses jedoch unwiderruflich verlassen, was die logische Konsequenz ist, je weiter du auf deinem Weg voranschreitest, braucht es diese Form des Verstehens nicht mehr. Dort ist sie dir sogar mehr hinderlich als dass sie dir dient. Ja, etwas zu verstehen gibt dir das Gefühl von Kontrolle, doch Traumaerfahrung bedeutet in erster Linie Kontrollverlust. Also ist es logisch, dass du als erwachsener Mensch über alle möglichen Dinge die Kontrolle behalten willst. Doch Kontrolle ist eine Illusion, da du rein gar nichts kontrollieren kannst und das Leben einfach geschieht. Bist du raus aus dem Traumafeld, gilt es diese Tatsache der fehlenden Kontrolle zu akzeptieren, denn dein einziger Job besteht darin, dich zu entspannen.

Nach meiner damaligen Erkenntnis machte ich mich auf die Suche nach allem, was ich über das “Empathen-Phänomen“ finden konnte und stellte dabei fest, welche Mangelware im deutschsprachigen Raum an Informationen zu diesem Sonderfall der hochsensitiven Wahrnehmung herrschte. Andere Bereiche, wie z.B. die Hochsensibilität, sind inzwischen gut abgedeckt, doch im “Empathen-Phänomen” fand ich mich nur in Ansätzen wieder.

Im englischsprachigen Raum gibt es dazu wesentlich mehr Artikel und Informationen. Jedoch handeln diese leider inhaltlich in den allermeisten Fällen darüber, dass – ich stelle es an dieser Stelle mal überspitzt dar – schwache, arme Empathen beliebte Opfer von bösen, energiesaugenden Narzissten sind.

Anfangs war ich davon “nur” genervt, doch mittlerweile empfinde ich Wut über die extrem einschränkende Darstellung unserer “Special Effects”. Und ob du es mir jetzt glauben magst oder nicht: Empath zu sein ist Gabe, kein Fluch! Deshalb nahm ich meine Emotionen zum Anlass, an dieser Stelle meine persönliche Sichtweise darzulegen.

Zunächst einmal kann ich zutiefst nachempfinden, warum diese Meinung kursiert. Erst neulich las ich meine persönlichen Aufzeichnungen aus der Zeit vor etwa 10 Jahren. Da stand wortwörtlich drin, dass “es für mich das Schlimmste ist, die Emotionen der anderen so zu fühlen, als seien sie meine eigenen”. Es war mir dringlicher Wunsch, diese Wahrnehmung weg zu bekommen.

Kontrolle ist eine Illusion, da du rein gar nichts kontrollieren kannst und das Leben einfach geschieht.

Aus tiefsten Herzen: Ich verstehe deine Empfindung aus eigener Erfahrung! ABER, jetzt kommt das ABER. Und zwar ein ziemlich großes!

Wenn du in dieser Polarität stecken bleibst, hältst du ein riesiges Stück deines eigenen Potentials zurück. Du verharrst in der Opferrolle und gibst dadurch die Entscheidungsmacht ab. Deine Entscheidungsmacht. In dem Fall an die “bösen Narzissten“. Die im übrigen auch ihre guten Gründe haben, warum sie so sind, wie sie sind. Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass wir alle in mehr oder weniger stark ausgeprägten Anteilen u. a. sowohl narzisstische als auch empathische Züge in uns haben.

Jetzt komme ich und sage dir, das geht auch anders! Hol dir deine Entscheidungsmacht zurück, denn du allein bist die Schöpfung deines Lebens und niemand sonst. Nutze deine Fähigkeiten, lerne mit ihnen umzugehen und gestalte dein Leben so viel bunter, reicher und erfüllter!

Wie das geht? Eigentlich ganz einfach, doch ich schreibe hier sehr bewusst “eigentlich“, denn von außen betrachtet erscheinen viele Dinge völlig logisch und einfach.

Im Folgenden zeige ich dir ein paar Schritte auf, die dich dabei unterstützen, aus engergieraubenden Dynamiken auszusteigen und dir Stück für Stück dein Leben zurück zu holen.

1. Übernehme Selbstverantwortung

Dein Leben gehört dir und geschieht für dich! Universum, Gott, Engel, an wen immer du glaubst, alle sind mit dir. Das Ding dabei: Du bist der Boss. 

Widerstand in Bezug auf die Dinge innerhalb deines Lebens sowie auf dein Energiefeld, sind maßgeblich dafür entscheidend, wie du dein Leben und deine Umwelt wahrnimmst und welche Situationen oder Menschen du in dein Leben ziehst.

Mit anderen Worten ausgedrückt:

Fühlst du dich als Opfer und denkst, deinen Mitmenschen hilflos ausgeliefert zu sein, wird dein Umfeld dir genau das bestätigen. Fängst du hingegen an, dich und deine empathischen Fähigkeiten zu schätzen und lieben, ziehst du Menschen in dein Leben, die dir spiegeln, wie schön und wertvoll du bist.

Also stelle dir die alles entscheidende Frage: Willst Du so leben? 

Bejahst du diese Frage, ist das völlig in Ordnung und hat seinen guten Grund!

Bei einem Nein nimmst du dein Leben wieder selbst in die Hand und findest den Ausstieg aus der jetzigen Situation. Hierbei ist die innere Einstellung fast noch wichtiger als eine äußere Handlung. Denn alles geschieht immer von innen nach außen. Niemals umgekehrt.

In beiden Fällen gilt: Deine Entscheidung. Deine Verantwortung.

2. Lerne deinen Kanal so zu weiten, dass deine Energien mehr und mehr fließen können

Zunächst einmal spürst du innerlich vermutlich das totale Chaos. Deine Emotionen wechseln womöglich genauso oft und schnell wie das berühmt berüchtigte Aprilwetter. Du fühlst dich ausgelaugt, kraftlos, leer und dein Stresslevel ist ziemlich weit oben. Dein grüner Bereich ist dementsprechend ziemlich stark eingeschränkt. Doch kein Grund zur Sorge: All das ist total normal und mir ging es am Anfang genauso!

Dein hochempathischer Sinn ist wie ein Muskel, der trainiert werden möchte: Zu Beginn fühlt er sich wie Wackelpudding an und das Training ist mega anstrengend. Bleibst du am Ball, fällt es dir von Mal zu Mal leichter. Dein Muskel wird immer stärker und irgendwann benutzt du ihn so selbstverständlich wie deine Füße und Beine beim Gehen.

Was mich damals unterstützte: Da ich an die Wirkung von Edelsteinen oder sogenannten Heilsteinen glaube, besuchte ich den Steinladen meines Vertrauens, schilderte dort mein Anliegen und kaufte mir einen Schutzstein. Meine Entscheidung fiel auf einen Stein, der bereits gelocht war. So konnte ich ihn als Schmuckstück immer tragen, was ich in der Anfangszeit auch tat, vor allem bei meiner Arbeit.

Binnen kürzester Zeit spürte ich eine Art energetische oder feinstoffliche Grenze zwischen mir und meinen Mitmenschen. Das fühlte sich zunächst eigenartig an, war ich es doch gewohnt, meine Energie mit allem und jedem ungefiltert verschmolzen wahrzunehmen. So fühlte ich mich ein wenig abgegrenzt, was ja Sinn und Zweck der Sache war. 😉 Ziemlich schnell gewöhnte ich mich an meine neu gewonnene Freiheit und mein Stresspegel sank stabil von neun auf sechs (bei einer Skala von 1-10). Der zweite Schritt in Richtung Unabhängigkeit war getan.

Mindset-Arbeit, Meditation und Journaling entfernen dich mehr von dir selbst, als dass sie dir dienlich sind.

3. Schalte deinen inneren Beobachter ein

Jeder hat ihn, den inneren Beobachter. Jene Instanz, die dich ermächtigt das Geschehen aus der Metaperspektive zu betrachten. Dich dein Erlebtes reflektieren lässt. Mit der du vergangene Erlebnisse betrachten, erfühlen und analysieren kannst, um daran zu wachsen und davon zu lernen.

Fange also an, dich selbst zu beobachten!

Stelle dir vor, du bist ein Surfer auf seinem Brett. Das Meer, auf dem du dich befindest, sind ALLE Emotionen. Deine und die der anderen. Stehst du sicher, spürst du die Welle noch bevor sie kommt. Der Trick dabei ist es, eben genau diesen einen Moment abzupassen, bevor die Welle dich überschwemmt. So kannst du dich ganz bewusst entscheiden, ob du auf ihr reiten willst, dich von ihr überschwemmen oder sie an dir vorbei ziehen lassen möchtest. Du schaffst das, denn als Empath sind deine Sinne so fein, dass du alles vor den “normal Fühlenden“ spürst.

Wie ist das z.B. auf deiner Arbeit oder bei dir zu Hause? Welche Grundstimmung herrscht gerade vor? Von wem geht sie aus? Gibt es Konflikte? Wenn ja, zwischen wem? Wer verbreitet gute Stimmung? Wann spürst du Dynamiken? Bevor du den Raum betrittst oder erst wenn du im Raum bist? Wie spürst du sie? Wo genau spürst du sie in deinem Körper? Wie war deine eigene Stimmung, bevor du von den Menschen umgeben warst? Was war deine vorherrschende Emotion?

All diese Fragen, helfen dir, dich und die Situation zu reflektieren. Wenn es dir hilft, schreibe deine Wahrnehmungen auf. Am besten täglich. Zu Beginn kann es sein, dass du die Fragen erst im Nachgang beantworten kannst. Etwa, wenn du dir abends einen Augenblick Zeit nimmst, um den Tag zu reflektieren. Das ist völlig ok. Fang einfach an. 🙂

4. Finde heraus, was dir Kraft gibt und baue dir das bewusst in dein Leben ein

Das wohl Allerwichtigste ist es, deinen Kraftort zu finden und dir Zeit für dich alleine zu nehmen!

Ob Bett, Balkon, Garten, Auto oder ein Platz in der Natur: Wo dein Kraftort liegt, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass du dich dort innerlich frei fühlst und im Frieden mit dir und der Welt bist. Das merkst du z.B. daran, dass deine Atmung tiefer geht oder deine Muskeln und damit dein gesamter Körper entspannter sind. Gehe so oft du kannst an diesen Ort, seien es auch nur 10 Minuten am Tag. Bald wirst du merken, wie du innerlich ruhiger und belastungsfähiger wirst.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Bedürfnisse deines Körpers nach Ruhe und Bewegung. Es ist richtig, dass Stresshormone durch körperliche Betätigung abgebaut werden. Vor wenigen Jahren, als ich noch inmitten des Traumafeldes meiner eigenen Geschichte steckte, war für mich Krafttraining ideal und das Fitnessstudio der einzige Ort, an dem ich unter Menschen sein konnte und dennoch nur mich in meinem Körper wahrnahm.

Heute, fünf Jahre später, sind es vor allem die Kraft und Ruhe meines Bettes, der Frieden des Gartens sowie meiner Terrasse und gezielte Bewegung in Form von Spaziergängen, die mir helfen, bei mir zu sein und bleiben. Also meine Energie in und um meinem Körper herum zu konzentrieren sowie mich selbst wahrzunehmen.

Mir ist bewusst wie frustrierend es ist, wenn du nicht mehr auf die krasse Leistungsfähigkeit der Traumaenergie zurückgreifen kannst und plötzlich feststellst, wie viel Ruhe du benötigst, was völlig normal ist. Im gesamten Universum ist alles auf Ausgleich ausgelegt. Das gilt sowohl für das Universum außerhalb von dir, sowie für das im Inneren. Deine Lebensreise zu dir selbst ist zu 99,9% ein Inside-Job. Hörst du also damit auf, deine Kraft aus Traumaenergie zu beziehen und beginnst, auf deine Ursprungskraft zurückzugreifen, ist das extrem anstrengend, weil ungewohnt. Dadurch wird für dich erstmals spürbar, wie weit du all die Jahre und Jahrzehnte zuvor über deine Grenzen hinaus gegangen bist. Als Ergebnis macht sich Erschöpfung bemerkbar, der Körper streikt und verlangt nach Ruhe. Der Ausgleich zur permanenten inneren Bewegung der Übergangszeit vom Trauma- ins gesunde Feld ist Ruhe im Aussen. Wenn ich in meinen 39 Lebensjahren über den Körper etwas gelernt habe, ist es das Vertrauen in ihn sowie sein permanentes Wissen in das, was er tut. Höre auf ihn länger als Feind zu betrachten und freunde dich mit ihm an. Vertraue dir, so vertraust du ihm.

Sorge dafür, dass du ausreichend schläfst. “Schlaf ist kein Luxusgut, sondern ein Grundbedürfnis.”

Diesen Satz hörte ich an Weihnachten und Silvester 2016 während meiner Mutter-Kind-Kur während drei Wochen tagtäglich und nahm ihn mir sehr zu Herzen. Rückblickend betrachtet gehe ich sogar so weit, zu sagen, dass es mir das Leben gerettet hat. Zu viele Verknüpfungen hatte ich in Bezug aufs Thema Schlaf, war dahingehend richtig konditioniert. Innerhalb des Traumafeldes hat der Körper nämlich ein immens größeres Schlafbedürfnis, als im Gesunden. Das liegt an der im Körper gebundenen Traumaenergie, die sich wie eine Art Schlackeschicht auf dein Gehirn legt und so logische Denkprozesse arg verlangsamt, ja teilweise völlig blockiert. Je mehr Traumaenergie aus dem Zellgedächtnis deines Körpers gelöst ist, desto mehr Raum hat deine Seele zur Verankerung. Das erkennst du am immer niedriger werdenden Schlafbedürfnis und dem zunehmenden Tempo deiner Prozesse. Wo du zuvor noch acht bis zehn Stunden Schlaf pro Nacht benötigt hast, um den Tag zu überstehen, genügen nun beispielsweise bequeme sechs bis sechseinhalb Stunden pro Nacht.

Nichtsdestotrotz ist und bleibt Schlaf von essentieller Bedeutung, sortiert sich dort schließlich das Gehirn neu. Alte neuronaler Verbindungen werden entfernt, neue angelegt. Deine Festplatte löscht im Schlaf rigoros all die Dinge, welche dir nicht mehr dienlich sind und schafft so Raum für Neues.

Last but not least,

5. Dinge, die dir überall empfohlen werden, dich jedoch mehr auf der Stelle treten lassen, als dir dienlich zu sein

Dieser Abschnitt ist besonders spannend für mich. Zum einen waren es Punkte, die ich vor fünf Jahren selbst noch empfohlen habe, die Erfahrung mich jedoch lehrte, dass sie mich mehr von mir entfernen, als mich mir selbst näher zu bringen. Es handelt sich um die Punkte Mindset-Arbeit, Journaling und Meditation.

In Wahrheit ist es so, dass dich jede Form von spiritueller Praxis, dazu zählen auch die eben genannten Punkte, von dir selbst entfernen. Denn alles ist exakt richtig wie es ist. Es gibt deinen Seelenplan, dessen Ergebnis fest geschrieben steht. Darauf hast du keinen Einfluss, keine Kontrolle. Ob dir das gefällt oder auch nicht. Es ist einfach so. Dieser, dein Plan, erfüllt sich. Die einzige Wahlfreiheit, die du in dem Sinne hast, ist die Wahl des Weges zum Ziel. Das war es im Grunde jedoch schon. Auf dem Weg sammelst du Erfahrungen, die essentiell für die Erfüllung des Plans wichtig sind. Mit jeglicher Form von Widerstand machst du dir das Leben unnötig schwerer.

An dieser Stelle teile ich ein kleines Beispiel aus meine Leben mit dir: Letzte Woche war ich in der Schweiz. Bei meiner Heimreise habe ich mir in den Kopf gesetzt um 19:40 Uhr wieder zuhause zu sein. Komme was wolle, schließlich war ein gemeinsamer Abend mit meinen Partner gewünscht. Tja, was soll ich sagen. Der Plan war ein anderer und sah vor, dass ich erst um 23 Uhr zuhause sein sollte. Morgens, am Bahnhof in der Schweiz, wurde ich über den Ausfall des von mir gebuchten Zuges informiert. Von der netten Dame der Schweizer Bahngesellschaft wurden mir zwei Alternativrouten angeboten. Natürlich entschied ich mich für jene, die mir nur eine Stunde spätere Ankunft versprach. Aus einer gemütlichen, direkten ICE Verbindung wurde so ein strapazierendes Zughopping mit diversen Umstiegen. Am Ende saß ich im ICE, den die Dame mir als zweite Alternative vorschlug und der nach Fahrplan zwei Stunden später als der Ursprungszug ankommen sollte. Doch selbst daraus wurde nichts und es blieb bei 23 Uhr, völlig egal bei welcher Verbindung ich schaute. Diese Ankunftszeit war im Sinne des übergeordneten Seelenplans, völlig egal für welchen Weg ich mich entschied. So ist es ebenfalls mit allen anderen Dingen des Lebens. Freier Wille ist bloss Konstrukt, Illusion. Dein Job ist es, die Identifikation mit dieser zu lösen, damit dein Leben einfach und leicht wird.

Mindset-Arbeit, Journaling und Meditation sind auf deinem Weg lediglich in der allerersten Übergangszeit sinnvoll. Und zwar dann, wenn du beginnst, das Ausmaß deiner Traumata zu begreifen, zu erkennen, dass es sich bei deiner vermeintlichen Komfortzone um nichts anderes als einer Überlebenszone handelt und während du beginnst, dich für das Gesunde, deinen ursprünglich reinen Zustand zu öffnen. Dort an dieser Stelle sind diese Methoden sogar essentiell, um diesen Übergang zu schaffen. Doch dann kommt ein Punkt, wo sich dein Leben von schwarz-weiß auf Farbe umschaltet. Ab dann greift keine der genannten Methoden mehr. Zwar können sie dir kurzfristige Erleichterung bieten, doch haben deren Ergebnisse keinerlei Substanz mehr und brechen innerhalb kürzester Zeit (wenige Wochen bis maximal drei Monate) wieder auseinander beziehungsweise komplett weg. Der Grund hierfür ist einfach. Es handelt sich um Methoden des Traumafeldes und alles was auf dieser Energie aufgebaut ist, bricht weg, hat keinerlei Bestand.

All deine Glaubenskonstrukte haben ihre absolute Daseinsberechtigung, auch die destruktiven. Es ist wichtig, dir über diese bewusst zu werden. Doch es braucht dazu kein Umschreiben dieser, sondern geschieht völlig automatisch und ist logische Konsequenz deines Weges und der darauf gegangenen Schritte.

Journaling und Meditation halten dich vom echten Leben genauso fern wie die permanente Beschäftigung mit deinem Mindset. Dein gesamtes Leben ist eine Meditation, also die reale Erfahrung des Journaling. Statt in dieser spirituellen Masturbation zu verharren, lerne dich mitten ins Leben und deinen Alltag hinein zu entspannen. Wie alle neuen Dinge ist das zunächst mega schwer und bedarf einer gewissen Form von Bewusstseinsarbeit. Jedoch nicht in der Form der harten Arbeit, wie sie dir antrainiert wurde. Betrachte es vielmehr als das kindliche Spiel eines Abenteuers, das es zu entdecken gilt.

Antworten auf alle Fragen findest du in dir, da keiner dich besser kennt als du dich selbst. Einzig und allein du kannst dir also Antworten liefern. Doch glaube mir, um Antworten geht es irgendwann nicht mehr. Die Fragen selbst sind jene Momente, die dich für dich und dein dir bestimmtes Leben öffnen. Jede einzelne davon führt zu einer neuen Frage. Du darfst dich dabei entspannt zurücklehnen und den Spaß beobachten. Und ja, mir ist bewusst, dass sich das für dich lächerlich anhören mag. Aus eigener Erfahrung weiß ich zu gut, wie es dir geht und du dich fühlst. Jedoch erfahre ich tagtäglich, dass sich jeder einzelne Schritt, egal wie beschissen er sich angefühlt haben mag, gelohnt hat und immer noch lohnt. Gib einfach dein Bestes. Das ist genug und mehr braucht es nicht.

Die Welt braucht Empathen wie dich. Menschen, welche ein Bewusstsein für die Gefühlsebene schaffen. Welch trister, grauer Ort wäre die Welt, würde sie nur vom Verstand regiert?

Bist du bereit dafür, dein Leben in die eigene Hand zu nehmen und selbstverantwortlich zu gestalten?

Mir ist bewusst, dass es im ersten Moment überwältigend und kompliziert erscheint, das innere empathische Chaos zu entwirren. Doch ich mache dir gerne Mut. Was ich geschafft habe, ist für dich ebenfalls möglich. Du schaffst das, ich glaube an dich!

In Liebe,
Jessica

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Jessica Josiger

Ich bin
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Licht der neuen Zeit. Geboren aus dem Alten.
Eine von Zweien.
Teil des All-EINen. EIN-SAMen, der zum Licht strebt.
Seelenbegleiterin. Spirituelle Nomadin. Ewige Seele, die vor zeitloser Zeit beschlossen hat, sich in ihrer vollkommenen Schönheit und Ganzheit zu erfahren.
Und, ich bin ein Mensch. Der hinfällt und wieder aufsteht. Der neu laufen lernt. Frei, verantwortungsvoll, mein mir bestimmtes Leben lebend. Der lernt neu zu fühlen. Sich neu zu fühlen. Seine Gaben, Wünsche, Werte.

Mein Name ist Jessica Josiger. Nach menschlichen Etiketten bin ich Diplom Pädagogin, Traumafachberaterin, Schamanistin, zertifizierte Onlineberaterin und Offizier. Spirituelle Nomadin ist meine eingetragene Marke. Gebürtig stamme ich aus dem Erzgebirge und lebe mit meinen beiden Kindern in Flensburg. Mir wird nachgesagt, dass ich mit meinen Worten Fragen beantworte. Ich liebe meinen Beruf und bin dankbar ihn in der Weise ausüben zu dürfen.

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